vice: Aktivistin Nekane Txapartegi beklagt frauenfeindliche Haftbedingungen in der Schweiz

Die baskische Aktivistin hat eine Odyssee durch spanische und schweizerische Gefängnisse hinter sich. Zurzeit lebt sie in Zürich – als freie Frau. Nun droht ihr die erneute Auslieferung. VICE hat mit ihr gesprochen.

von Miriam Suter

Alle Fotos: Lukas Stadelmann

Fast 17 Monate lang sass die baskische Polit-Aktivistin Nekane Txapartegi in der Schweiz in Auslieferungshaft, bevor sie überraschend freikam. Zwei Jahre ist das nun her. Der spanische Staat warf Txapartegi damals vor, mit der baskischen Unabhängigkeitsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA) kooperiert zu haben – der Vorwurf lautete zuerst Mitgliedschaft, wurde im Rekurs des Urteils aber abgeschwächt. Die ETA gründete sich 1959 unter der Franco-Diktatur. Im Mai 2018 löste sich die ETA auf.

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Sa, 20. Juli: Solidaritäts-Konzert und -Veranstaltung

Entführt. Gefoltert. Vergewaltigt. Und immer noch politisch verfolgt.

mit Regula Flury und Miren Aranguren
+ OCCHI DI FARFALLA (minimal feminist rock aus dem Baskenland)

Der Spanische Staat hat systematisch die baskischen Aktivistinnen gefoltert.

Regula Flury (Psychologin) spricht über die Ziele der Folter als staatliche Form der Repression und Miren Aranguren (Bilgune Feminista) über feministischen Mittel, die Folter zu überwinden.

Nekane Txapartegi erzählt von den Folgen der sexualisierten Folter und dem kontinuierlichen Kampf gegen Folterstaat und Patriarchat!

16-18 Uhr Vortrag, anschliessend Essen
20 Uhr Konzert
Parkplatz, Wasserwerkstrasse 101, Zürich

NEKANE BLEIBT FREI!

Zur Demo: Nekane – Eine von uns vom 8. Juni 2019 in Zürich

Medienmitteilung vom 9.6.2019 zur Demo: Nekane – eine von uns!

400 Personen, überwiegend Frauen*, zeigten gestern in Zürich ihre Solidarität mit Nekane Txapartegi. Knapp eine Woche vor dem Frauen*Streik machten sie ihre Forderung klar: Stoppt die politische Verfolgung von der Überlebenden von sexualisierter Folter. Die Demonstration zog vom Limmatplatz der Langstrasse entlang bis zum Helvetiaplatz.

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8. Juni: Demo: Nekane – eine von uns!

Treffpunkt:
8. Juni 2019, 17:30 Uhr, Limmatplatz

Eineinhalb Jahre nach ihrer Freilassung drohen die spanischen Behörden mit einem neuen Haftbefehl gegen Nekane. Wir werden es nicht zulassen, dass eine von uns an einen Folterstaat ausgeliefert wird! Gehen wir gemeinsam auf die Strasse gegen die erneute politische Verfolgung von Nekane, gegen die Kollaboration des Schweizer Staates, gegen patriarchale Gewalt und Sexismus!

Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/848823018814583/
Medienmitteilung des Free Nekane-Bündnisses: bit.ly/2Wn6fTO
Telegram Channel: t.me/freenekane
Medienkontakt: freenekane.medien@gmail.com

Nekane spricht an zwei Veranstaltungen am 5. und 13. Juni

5. Juni im Rahmen von Cafe Canibal: Frauen als Ziel der staatlichen Repression
20 Uhr im RAF_im Kochareal, Flüelastrasse 54, 8004 Zürich

Gespräch mit VERONIKA LOPEZ und NEKANE TXAPARTEGI
Conversatorio con VERONIKEA LOPEZ y NEKANE TXAPARTEGI

Facebook: facebook.com/events/471617180311130

13. Juni am Abend vor dem Frauenstreik: Die Zukunft der Rebellion 
18 Uhr in der Citykirche Offener St. Jakob, Stauffacherstrasse 8, 8004 Zürich

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Solidaritätsbeiträge für Nekane

Auf die neue Bedrohung für Nekane vor politischer Verfolgung sind einige Solidaritätsbekundungen zusammengekommen:


Keine Auslieferung an Folterstaaten! Solifoto vom Frauenstreik Kollektiv Zürich
Si tocan a una nos tocan a todas! Nekane libre! Auf dem #GegenLager gab es eine feministische Veranstaltung zum Migrationsregime, unter anderem mit Infos zur Situation von Nekane.

https://www.facebook.com/notes/feministas-del-abya-yala/las-feministas-del-abya-yala-abrazamos-a-la-compa%C3%B1era-nekane-txapartegi/462560891154852/




Pressemitteilung: Die politische Verfolgung von Nekane Txapartegi geht weiter Spanischer Staat droht mit neuem Auslieferungsantrag

Eineinhalb Jahre nach ihrer Freilassung drohen die spanischen Behörden mit einem neuen Haftbefehl gegen Nekane Txapartegi. Dabei hatten das Bundesgericht und das Bundesverwaltungsgericht als glaubhaft erachtet, dass die baskische Journalistin im spanischen Staat gefoltert wurde. Trotzdem blieb es den Schweizer Behörden bisher erspart, zu den Foltervorwürfen Stellung zu nehmen.

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