FREE NEKANE
and all political prisoners

Donnerstag 15. September 2022
19 Uhr @ Zollküche (Zollstrasse 117, Eingang über Gleisterrasse, Treppe von Langstrasse)

  • Film „Bi Arnas“ (2022, 50 Min, baskisch, deutsche Untertitel)
  • Infos über Nekanes Prozess
  • Anstossen auf das fünfte Jahr in Freiheit

Nekanes Geschichte ist eine von vielen Baskinnen. Nicht alle können ihre erzählen. Im Dokumentarfilm „Bi Arnas“ geht es um die Geschichte von Iratxe Sorzabal. Iratxe wurde wie Nekane wegen ihrem Kampf gefoltert. Aktuell ist Nekane zwischen uns und Iratxe in einem spanischen Gefängnis*. Der spanische Staat will sie für 24 weitere Jahre einsperren! In „Bi Arnas“ (zwei Atemzüge) schildert die Mutter von Iratxe die Verfolgung ihrer Tochter. Auch Nekane hat an dem Film mitgewirkt und kommt darin vor.
Bis alle frei sind!

*Iratxe Sorzabal wurde vom französischen Staat ausgeliefert und ist jetzt in einem spanischen Gefängnis.

Blick: Porträt einer Aktivistin: Alltagskämpferin Nekane Txapartegi

Bis vor kurzem noch galt Nekane Txapartegi in Spanien als Terroristin auf der Flucht. In der Schweiz wurde sie dadurch zur zentralen Figur einer politischen Bewegung.

Publiziert: 12.06.2022 um 12:36 Uhr, Janina Bauer

Nekane Txapartegi (49) ist nach 15 Jahren auf der Flucht frei. (Natalie Taiana)

An einem Mittwochabend Mitte Mai kommt Nekane Txapartegi (49) in den Garten des «Park Platz», einer Bar im Zürcher Kreis 5. Sie geht mit entschlossenen Schritten, ihr Händedruck ist fest. Wer sie grüsst, erntet ein breites Lächeln. Im Bar-WC hängen «Free Nekane»-Sticker mit ihrem Gesicht. Dass sie hier sein kann, hat sie auch den Aufklebern zu verdanken.

Sie sind Teil einer Bewegung, die für ihre Freiheit kämpft. Die gebürtige Baskin galt in Spanien viele Jahre als Terroristin. In der Schweiz tauchte sie unter – bis zu ihrer Verhaftung 2016. Dies löste eine Welle der Solidarität aus.

Wie kommt es, dass sich hierzulande so viele für sie einsetzen?

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WOZ: NEKANE TXAPARTEGI: «Ich werde nicht still sein»

Nach fünfzehn Jahren im Exil ist die politisch verfolgte Aktivistin Nekane Txapartegi ins Baskenland zurückgekehrt. Die spanische Justiz hat die wichtigsten Anklagepunkte fallen gelassen, Txapartegis Kampf geht jedoch weiter.

Nr. 19/2022 vom 12.05.2022

Link WOZ: «Ich werde nicht still sein» | WOZ Die Wochenzeitung

Von Noëmi LandoltMail an Autor:inTwitter Profil von Autor:in (Text) und Caroline Minjolle (Foto)

Jetzt droht ihr in Spanien noch eine geringe Strafe: Nekane Txapartegi in Zürich.
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(Deutsch) Nekane: «Wir haben die politische Verfolgung gestoppt!»

in Asteasu, mit der Forderung „baskische Gefangene und Geflüchtete nach Hause“

Ich bin mit meiner Tochter im Baskenland. Der internationale Haftbefehl und das Auslieferungsgesuch gegen mich wurden aufgehoben. Nach 15 Jahren Flucht konnte ich meine kranke Mutter und meine Geschwister, Angehörigen und Freund*innen umarmen. Das war möglich durch unseren gemeinsamen Kampf! Ich habe Verhaftungen, Entführung, sexualisierte Folter, Vergewaltigung, politische Gerichtsverfahren, Flucht, Illegalität und Gefängnis überstanden. Das alles habe ich zusammen mit euch durchgestanden, dank eurer Unterstützung und Solidarität!

Es war an der Zeit, der politischen Verfolgung und den Schwierigkeiten, die wir ertragen mussten, ein Ende zu setzen. Durch all die Jahre des gemeinsamen Kampfes haben wir die Voraussetzungen für eine juristische Lösung geschaffen. Das Sondergericht Audiencia Nacional hat alle Anschuldigungen gegen mich fallengelassen bis auf den Besitz zweier falscher Ausweise.

Nun kann ich mich frei bewegen. Ich habe fast einen Drittel meines Lebens auf der Flucht verbracht. Die Flucht ist ein Bruch, ein Einwegticket. Ich wusste, dass diese lange dauern könnte oder ich vielleicht nie zurückkehren werde. Aber ich habe der Bewegung und der Solidarität der Leute immer vertraut, und ich wusste, dass diese Rückkehr vom Kampf abhängen würde, den wir führen. Auch im Exil habe ich einen Platz gefunden und das hat die Flucht einfacher gemacht. 

Nun haben wir einen Erfolg zu feiern. Im Mai werde ich zurück in Zürich sein und mit euch die schönen Erfahrungen der Solidarität, der Liebe und des Kampfes teilen. Unsere Ziele verfolgen wir weiter, bis alle frei sind! 

(Deutsch) Stellungnahme: «Haftbefehl und Auslieferungsgesuch gegen Baskin Nekane Txapartegi aufgehoben»

Nach der Verurteilung in einem politischen Prozess und schweren Folterungen durch die Guarda Civil flüchtete Nekane Txapartegi 2007 aus dem Baskenland. Anfang April 2022 hob nun das spanische Sondergericht Audiencia Nacional den internationalen Haftbefehl und das Auslieferungsgesuch auf. Nach 15 Jahren Exil konnte Nekane Txapartegi nun im Baskenland ihre Familie in die Arme schliessen.

Nach ihrer Flucht lebte Nekane Txapartegi mit ihrer Tochter in der Schweiz. 2016 wurde sie in Zürich auf Druck der spanischen Behörden festgenommen. Sie verbrachte 17 Monate in Haft, bevor die spanischen Behörden das Auslieferungsgesuch zurückzogen. Eine breite «Free Nekane» Solidaritätskampagne hatte die sexualisierte Folter und politische Verfolgung an die Öffentlichkeit gebracht. Bereits vor Txapartegis Freilassung erhob die spanische Justiz jedoch neue Vorwürfe. Die falschen Papiere, die Txapartegi bei der Verhaftung in Zürich bei sich getragen hatte, sollten angeblich eine ETA-Mitgliedschaft beweisen. Bei den Papieren handelte es sich um Ausweise für sich und ihre Tochter. In diesem Zusammenhang stellten die spanischen Behörden im Oktober 2020 ein weiteres Auslieferungsgesuch an die Schweiz. Auch international war ein Haftbefehl in Kraft.

Nun zog der Gerichtshof Audiencia Nacional alle Anschuldigungen zurück bis auf den Besitz der falschen Papiere. Weil dies schlimmstenfalls eine leichte Strafe nach sich ziehen wird, hob die Audiencia Nacional den Haftbefehl und das Auslieferungsgesuch auf. Nach der Anhörung am 5. April in Madrid konnte Nekane Txapartegi nach 15 Jahren Flucht mit ihrer Tochter ins Baskenland zurückkehren. Der Prozess wegen falschen Dokumenten soll dieses Jahr im Herbst stattfinden.

Die Schweiz hatte Nekane Txapartegi zwar nie ausgeliefert, das hängige Auslieferungsgesuch bedeutete jedoch eine grosse Unsicherheit für die baskische Feministin und ihre Tochter. Der internationale Haftbefehl verhinderte Reisen im ganzen EU-Raum. Ihre minderjährige Tochter konnte ebenfalls nicht aus der Schweiz ausreisen, weil sie die nötigen Papiere nicht erhielt. Dass die spanische Justiz nun jegliche Vorwürfe wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung der ETA zurückgezogen hat, ermöglicht nun eine Lösung der administrativen und juristischen Probleme. Nach dem Besuch im Baskenland wird Nekane Txapartegi Anfang Mai in die Schweiz zurückkehren.

Freenekane Bündnis, 21.04.2022
Medienkontakt: freenekane.medien@gmail.com

(Castellano) Nekane: “¡Hemos parado la persecución política!”

En el monte Ernio, Asteasu, pidiendo que “l×s presxs y refugiadxs vascxs vuelvan a casa”

Estoy en el País Vasco con mi hija. La orden de detención internacional y la solicitud de extradición contra mí fueron canceladas a principios de abril. Tras 15 años de huìda, pude abrazar a mi madre enferma y a mis hermanxs, familiares y amigxs. Esto ha sido posible gracias a nuestra lucha colectiva! He sobrevivido a detenciones, secuestros, torturas sexistas, violaciòn, juicios políticos, huidas, ilegalidad y prisión. He superado todo esto junto a vosotrxs, gracias a vuestro apoyo y solidaridad.

Era hora de poner fin a la persecución política y a las dificultades administrativas que teníamos que soportar. A través de todos los años de lucha conjunta, hemos creado las condiciones para una solución jurídica. El Tribunal Especial, la Audiencia Nacional, ha retirado todos los cargos contra mí, excepto la posesión de dos documentos de identidad falsos.

Por ello, ahora puedo moverme libremente. He pasado casi un tercio de mi vida huyendo en el exilio. La fuga es una ruptura, un billete de sòlo ida. Sabía que podría durar mucho tiempo o que podría no volver nunca. Pero siempre confié en el movimiento y en la solidaridad de la gente, y sabía que ese regreso dependería de la lucha que lleváramos a cabo. También encontré un lugar de lucha en el exilio y eso facilitò el día a dīa.

Ahora tenemos un éxito que celebrar. En mayo, volveré a Zúrich para compartir con vosotrxs las hermosas experiencias de solidaridad, amor y lucha. Seguiremos luchando por nuestros objetivos, hasta que todxs seamos libres

(Castellano) Informe: «Anulada la orden de detención y la petición de extradición de la vasca Nekane Txapartegi»

Tras ser condenada en un juicio político y ser gravemente torturada por la Guardia Civil, Nekane Txapartegi huyó del País Vasco en 2007. A principios de abril de 2022, el tribunal especial español a través de la Audiencia Nacional anuló la orden de detención internacional y la solicitud de extradición. Tras 15 años de exilio, Nekane Txapartegi pudo abrazar a su familia en el País Vasco.

Tras su huida, Nekane Txapartegi vivió con su hija en Suiza. En 2016, fue detenida en Zúrich por presiones de las autoridades españolas. Pasó 17 meses detenida antes de que las autoridades españolas retiraran la solicitud de extradición. Una amplia campaña de solidaridad “Free Nekane” había llevado a la opinión pública la tortura sexualizada y la persecución política. Sin embargo, incluso antes de la liberación de Txapartegi, la justicia española formuló nuevas acusaciones según las cuales, la documentación falsa que Txapartegi llevaba consigo cuando fue detenida en Zúrich pretendía presuntamente demostrar la pertenencia a ETA. Los papeles eran documentos de identidad para ella y su hija. En este contexto, las autoridades españolas presentaron otra solicitud de extradición a Suiza en octubre de 2020. También estaba en vigor una orden de detención internacional.

Actualmente la Audiencia Nacional ha retirado todos los cargos excepto el de posesión de documentos falsos. Debido a que, en el peor de los casos, esto supondrá una condena leve, la Audiencia Nacional anuló la orden de detención y la solicitud de extradición. Tras la vista celebrada el 5 de abril en Madrid, Nekane Txapartegi pudo regresar al País Vasco con su hija tras 15 años de fuga. Está previsto que el juicio por falsedad documental se celebre este año en otoño.

Suiza no extraditó a Nekane Txapartegi, pero la solicitud de extradición pendiente supone una gran incertidumbre para la feminista vasca y su hija. La orden de detención internacional le impedía viajar por toda la UE, mientras que a su hija menor de edad le fue negada la documentación necesaria para salir de Suiza. El hecho de que la justicia española haya retirado cualquier acusación de pertenencia o apoyo a ETA permite ahora resolver los problemas administrativos y jurídicos. Tras la visita al País Vasco, Nekane Txapartegi volverá a Suiza a principios de mayo.

Alianza Free Nekane, 21.04.2022

Contacto para medios de comunicación: freenekane.medien@gmail.com

(English) Nekane: „We stopped the political persecution!“

In Asteasu with the demand “Basque prisoners and refugees back home”

I am currently in the Basque Country with my daughter. The international arrest warrant and the extradition request against me have been repealed. After 15 years of being on the run I was able to embrace my sick mother and my siblings, my loved ones and friends. This was made possible through our common struggle! I survived arrests, abduction, sexualised torture, rape, political court trials, flight, illegality and prison. Through all of this I have persisted with you, thanks to your support and solidarity!

It was about time to put a stop to the political persecution and to the difficulties we had to endure. Throughout all these years of our common struggle we have built the conditions for a legal solution. The special court Audiencia Nacional dropped all charges against me, with the exception of the possession of two fake documents of identification.

Now, I am able to move freely. I spent almost a third of my life on the run. Flight is a disruption, a one-way ticket. I knew that it could take a long time, or that I may never return. But I always had trust in the movement and the solidarity of the people, and I knew that this return would eventually depend on the struggle we are fighting. Even in exile I have found a place, and this has made my flight easier.

Now we have a success to celebrate. I will be back in Zurich in May and share the beautiful experiences of solidarity, of love and of struggle with you. We will keep pursuing our goals – until all are free!

(English) Statement: «Arrest warrant and extradition request against Nekane Txapartegi revoked»

After being convicted in a political trial and severely tortured by the Guarda Civil, Nekane Txapartegi fled the Basque Country in 2007. Beginning of April 2022, the Spanish special court Audiencia Nacional annulled the international arrest warrant and the extradition request. After 15 years in exile, Nekane Txapartegi was able to embrace her family again in the Basque Country.

After her escape, Nekane Txapartegi lived with her daughter in Switzerland. In 2016, she was arrested in Zurich under pressure from the Spanish authorities. She spent 17 months in detention before the Spanish authorities withdrew the extradition request. A broad “Free Nekane” solidarity campaign had brought the sexualised torture and political persecution to public attention. Even before Txapartegi’s release, however, the Spanish justice system made new accusations. The false papers that Txapartegi had carried when she was arrested in Zurich were supposed to prove her ETA membership. The papers were identity cards for herself and her daughter. In this context, the Spanish authorities submitted another extradition request to Switzerland in October 2020. An arrest warrant was also in force internationally.

In the beginning of April the Audiencia Nacional Court withdrew all charges except for possession of false papers. Because this will result in a mild sentence at worst, the Audiencia Nacional withdrew the arrest warrant and the extradition request. After her hearing on the 5th of April in Madrid, Nekane Txapartegi was able to return to the Basque country with her daughter after 15 years on the run. The trial for the false documents is scheduled to take place this autumn.

Switzerland never extradited Nekane Txapartegi, but the pending extradition request meant great uncertainty for the Basque feminist and her daughter. The international arrest warrant prevented her from travelling throughout the EU. Her underaged daughter was also unable to leave Switzerland, not being entitled to the necessary papers. The fact that the Spanish judiciary has now dropped all charges of membership or support for ETA allows Nekane to solve the administrative and legal problems she’s faced.

After the visit to the Basque country, Nekane Txapartegi will return to Switzerland in the beginning of May.

Freenekane Alliance, 21.04.2022

Media contact: freenekane.medien@gmail.com