naiz (Castellano): Suiza autoriza la extradición de Nekane Txapartegi

La Oficina federal de Justicia de Suiza ha autorizado la extradición al Estado español de Nekane Txapartegi. Su defensa ha informado a NAIZ de que presentará recurso.

Nekane_txapartegi

Nekane Txapartegi en 2007, en una comparecencia junto a personas torturadas por los diferentes cuerpos policiales. (Luis JAUREGIALTZO/ARGAZKI PRESS)

La Justicia suiza ha autorizado la extradición de Txapartegi, condenada en principio a 11 años de cárcel pero cuya pena ha venido siendo reducida hasta los 3 años y 6 meses impuestos por el Supremo español el pasado febrero.

Fue detenida el 6 de abril de 2016 en Zúrich, en una operación llevada a cabo por agentes de los servicios antiterroristas de la Oficina Federal de la Policía de Suiza (FEDPOL), en colaboración con la Comisaría General de Información de la Policía española. Año y medio antes había sido identificada de forma ilegal por agentes españoles que operaron al margen del gobierno helvético, tal y como reveló GARA.

La defensa de la presa de Asteasu ha informado a NAIZ de que presentará un recurso contra esta decisión. Tiene un plazo de 30 días para hacerlo.

Txapartegi ya fue detenida en 1999, cuando denunció haber sufrido graves torturas y que fue violada mientras estuvo incomunicada. Interpuso una demanda en los tribunales, pero la denuncia se archivó en junio de 2001. Procesada más tarde en el macrosumario 18/98, durante el juicio la asteasuarra relató en la Audiencia Nacional los tormentos sufridos.

Sin embargo, la Oficina Federal de Justicia de Suiza ha indicado en un comunicado que se dan «todas las condiciones» para la extradición, ya que que Txapartegi «no ha podido sustentar de manera creíble que fue torturada en España y que las autoridades españolas no habían examinado de forma seria estas alegaciones».

 

http://www.naiz.eus/eu/actualidad/noticia/20170323/suiza-autoriza-la-extradicion-de-nekane-txapartegi

Bundesamt für Justiz kuscht vor Spanien + will Folteropfer Nekane Txapartegi ausliefern…

Hervorgehoben

DEMOS in BE / ZH / BS: KEINE AUSLIEFERUNG! FREE NEKANE!

Freitag, 24. März

Heute wurde bekannt, dass die Schweiz Nekane Txapartegi an den Folterstaat Spanien ausliefern will. Wir gehen dagegen auf die Strasse! Gemeinsam gegen Folter und sexuelle Gewalt! Zeigen wir unsere Wut über den erstinstanzlichen Entscheid des Schweizer Staates, Nekane auszuliefern!
Freiheit für Nekane!


Seilziehen um Ausweisung: Die Baskin Nekane Txapartegi legt Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesamtes für Justiz ein.

Tagesanzeiger: ETA-Aktivistin ficht Auslieferung nach Spanien an

Watson: Trotz Folterverdacht: Schweiz liefert ETA-Aktivistin Nekane an Spanien aus

NZZ: Baskische Aktivistin soll ausgeliefert werden // Schweiz liefert ETA-Aktivistin an Spanien aus

Augenauf: Heutige Mitteilung an die Medien

naiz (Castellano): Suiza autoriza la extradición de Nekane Txapartegi

Medienmitteilung Bundesamt für Justiz: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-66107.html

Mehr Infos:
https://www.facebook.com/FreiheitfuerNekane
http://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/strafen/folterverbot/foltervorwuerfe-spanien-nekane-txapartegi

Radiobeitrag für Nekane

Zum Frauenkampftag am 8. März hat RadioActivos auf Radio Rabe eine ganze Sendung Nekane gewidmet. Sie konnte die Sendung in ihrer Zelle hören und hat sich sehr darüber gefreut.


Weiterhin kann Nekane über das Radio Lora jeden Dienstag zwischen 12.45 und 13.00 gegrüsst werden. Lora-Studio-Telefon 044 567 24 00 oder Audiofile an irener221[at]gmail.com
Das Lora-Fraueninfo nimmt für Montag von 18 bis 19 Uhr Liedergrüsse entgegen (nur Musik von Frauen) Schreibt eure Liederwünsche und Grüsse an: frauen[at]lora.ch

WOZ: Gutachten bestätigen: Txapartegi wurde gefoltert

Von Merièm Strupler

WOZ Nr. 05/2017 vom 02.02.2017

Die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi sitzt inzwischen seit über zehn Monaten in Auslieferungshaft. Bevor die Zürcher Polizei sie im April in Zürich verhaftete, war Txapartegi jahrelang auf der Flucht – in Spanien drohen ihr fast sieben Jahre Haft. Wegen «Unterstützung der terroristischen Vereinigung Eta» behaupten die spanischen Behörden – wegen eines unter Folter erzwungenen Geständnisses, sagt hingegen Txapartegi.

Damit ist sie nicht alleine: Die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) und die Menschenrechtsorganisation humanrights.ch stützen Txapartegis Aussage. Während der neunziger Jahre seien die von der heute 44-Jährigen geschilderten Folterpraktiken und Vergewaltigungen in den Gefängnissen der Guardia Civil üblich gewesen. Spanien hat die Vorwürfe nie anerkannt. Nun bestätigen zwei unabhängige Gutachten, die der WOZ vorliegen, ebenfalls: Die damals 26-jährige baskische Politikerin wurde während ihrer Haft 1999 in Spanien gefoltert. Bis heute leidet sie an chronischen körperlichen Schmerzen und psychischen Traumata.

Die Gutachten sind von zwei renommierten Spezialisten, dem Psychiater Thomas Wenzel und dem Rechtsmediziner Önder Özkalipci, angefertigt worden, die massgeblich an der Entwicklung des Istanbul-Protokolls beteiligt waren. Dieses Protokoll definiert den Uno-Standard, wie Folter wirksam untersucht und dokumentiert werden soll. Wenn die Schweiz Txapartegi auslieferte, würde sie also gegen die Menschenrechtskonvention verstossen. Nichtsdestotrotz scheint sich das Bundesamt für Justiz mit dem Fall schwerzutun. Man könne noch keine Angaben machen, wann der Entscheid gefällt werde, heisst es seitens der Pressestelle. Vielleicht aber bevor sich Txapartegis Verhaftung jähre.

Die Schweizer Behörden befinden sich in einer diplomatischen Zwickmühle: Verweigern sie Nekane Txapartegis Auslieferung, missachten sie den Rechtshilfevertrag mit Spanien und erkennen zudem an, dass in einem EU-Land gefoltert wurde.

Doch anstatt eine schwer traumatisierte politische Aktivistin monatelang weiterhin zu inhaftieren, könnte sich die Schweiz ein Beispiel an Belgien nehmen – das EU-Land hat 2016 die Auslieferung einer baskischen Aktivistin und angeblichen Eta-Unterstützerin an Spanien verweigert.

http://www.woz.ch/1705/was-weiter-geschah/gutachten-bestaetigen-txapartegi-wurde-gefoltert

Watson: Gefoltert, vergewaltigt, in Zürich inhaftiert – Nekanes Kampf gegen die spanische Justiz

Wie die 43-jährige Baskin Nekane Txapartegi die Schweiz in ein diplomatisches Dilemma bringt, weil sie ihr eigenes auflösen will: Die Gefolterte will wieder ganz werden. (14.12.2016)

Von Rafaela Roth

Nekạne, weiblicher Vorname, baskische Form des spanischen Vornamen Dolores (zu baskisch neke »Leid, Schmerz« + weibliche Endung -ne).

Donnerstagmorgen, 10. Dezember, 10:51 Uhr, Besucherraum 5, Untersuchungsgefängnis Zürich: «RAKAFAS Kemal» entziffere ich die Buchstaben, die ein Besucher Jahre zuvor in die hölzerne Ablage vor der Trennscheibe geritzt hat, «habt Erbarmen mit Kemal». Ob Kemal noch sitzt? Weiterlesen

WOZ: «Teufelskreis aus Angst und Stress»

Seit April sitzt die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi in Auslieferungshaft. In Spanien drohen ihr fast sieben Jahre Haft. Die WOZ hat sie im Frauengefängnis in Dielsdorf besucht.

Von Merièm Strupler

Im Kostüm baskischer Karnevalsvorboten: Solidaritätsdemonstration für Nekane Txapartegi am 24. September in Bern. FOTO: FRANZISKA ROTHENBÜHLER

Im Kostüm baskischer Karnevalsvorboten: Solidaritätsdemonstration für Nekane Txapartegi am 24. September in Bern.
FOTO: FRANZISKA ROTHENBÜHLER

Hinter der Trennscheibe sitzt eine zierliche Frau mit braunen, schulterlangen Haaren. Die Trennscheibe geht bis zur Decke hoch, teilt den ohnehin schmalen, kargen Raum in zwei Hälften. Die Frau auf der anderen Seite ist Nekane Txapartegi. Jahrelang war die 43-jährige Aktivistin auf der Flucht vor dem spanischen Staat, bis sie im April in Zürich verhaftet wurde. Hier im Frauengefängnis Dielsdorf haben wir exakt sechzig Minuten Zeit. Weiterlesen

tsüri.ch: Auf der Flucht vor Spaniens Folterkellern – Spanische Aktivistin in Zürcher Gefängnis

Auf der Flucht vor Spaniens Folterkellern – Spanische Aktivistin in Zürcher Gefängnis (Alex Kamber)

87128034Die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi war Insassin der berüchtigten «Incomunicado-Haft» (Haft mit absoluter Kontaktsperre) in Madrid. Danach befand sie sich neun Jahre lang auf der Flucht vor dem spanischen Gesetz. Seit fünfeinhalb Monaten sitzt sie nun in Zürich im Knast. Nekanes Fall ist ein Dorn im Auge Spaniens, das von der Schweiz die Auslieferung fordert: Die Baskin enthüllt Unvorstellbares aus den verborgenen Kellern der spanischen Justiz.

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Tages-Anzeiger: Eine baskische Aktivistin bringt die Schweiz in ein Dilemma

Liefert die Schweiz Nekane Txapartegi an Spanien aus, hat sie ein politisches Problem. Wenn sie es nicht tut, auch. Nun spricht die Baskin erstmals seit ihrer Verhaftung. (Alan Cassidy)

Befreit Nekane: Ende September gingen für die Aktivistin rund 200 Personen in Bern auf die Strasse. Foto: Franziska Rothenbuehler

Befreit Nekane: Ende September gingen für die Aktivistin rund 200 Personen in Bern auf die Strasse. Foto: Franziska Rothenbuehler

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Echo der Zeit: Schweizer Behörden vor schwierigem Entscheid (Audio)

Der Fall lässt aufhorchen: Eine Baskin, eine EU-Bürgerin also, sitzt in Zürich in Haft. Spanien fordert ihre Auslieferung, da die Frau die separatistische Untergrundorganisation ETA unterstützt habe.
Die Verhaftete wehrt sich, die Verurteilung beruhe auf einem Geständnis, das unter Folter erpresst worden sei.

http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=db44fbb9-5fd3-44be-a36e-ae96c6a8b508