Veranstaltung: Mütter und institutionelle Gewalt! (27.11.20)

27.11.2020, ab 19:00 Uhr

Citykirche Offener St. Jacob
Stauffacherstrasse 8
8004 Zürich

Veranstaltung im Rahmen von 16 Tage gegen Gewalt an Frauen: https://www.16tage.ch/de/16-tage/veranstaltungen-8.html#date20201127

Eine gefangene Mutter wird als schlechte Mutter dargestellt. Durch ihre Straftat wird sie von der Gesellschaft auch moralisch abgestempelt. Deshalb wird sie zusätzlich bestraft indem ihr der Kontakt zu ihren Kindern untersagt wird. Aber dessen nicht genug werden die Kinder sogar als Druckmittel gegen die eigene Mutter eingesetzt und jegliche Liebeszeichen werden kontrolliert oder sogar versucht zu verhindern. Während und nach der Schwangerschaft werden ihre gesundheitlichen, hygienischen Bedürfnisse ignoriert, bis dahin ihr Leben auf’s Spiel zu setzen, indem sie alleine in ihrer Zelle gebären müssen.

Über strukturelle, staatliche Gewalt und gesellschaftliche soziale Bestrafung von Müttern in Gefangenschaft wird Nekane Txapartegi (welche dies selber durchlebt hat) berichten.

Veranstaltende: Free Nekane Bündnis

Ausstellung: Nekane bleibt frei – Mutter im Knast // Bekamen reste libre – Mère en prison

11. & 12. Dezember, Haus pour Bienne

Kontrollstrasse 22, 2503 Biel

Aus der Perspektive der Aktivistin, Folterüberlebenden, Mutter und Gefangene zeigen Nekanes Texte und Zeichnungen die Gewalt des heutigen patriarchalischen Systems auf. Die Ausstellung präsentiert ein dunkles, berührendes und inspirierendes Zeugnis einer aussergewöhnlichen basquische Kämpferin, die heute zu einem internationalen Symbol des feministischen Kampfes geworden ist. Nekane lebt heute mit ihrer Tochter in Zürich und steht immer noch in Gefahr der Auslieferung. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 16tage gegen Gewalt an Frauen* statt. 

Aufgrund des Coronavirus findet leider die Vernissage und Lesung nicht statt. Die Bilder und Texte werden am 11., sowie 12.Dezember im Garten und der Hauswand des Haus pour Bienne ausgestellt sein. 

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D’une perspective de mère, de survivante à la torture, d’activiste et de détenue, les textes et dessins de Nekane mettent au jour la violence du système patriarcal dans lequel nous vivons.  L’exposition présente un témoignage sombre, touchant et inspirant d’une combattante basque extraordinaire, qui aujourd’hui est devenue un symbole international dans la lutte féministe. Nekane vit actuellement avec sa fille à Zurich et est toujours sous la menace d’une extradition. 

l’évenement est propose par le collectif des 16 Jours contre la violences aux femmes* 

En raison du coronavirus, le vernissage et la lecture n’auront malheureusement pas lieu. Les images et les textes seront exposés dans le jardin et sur le mur de la Haus pour Bienne le 11 et 12 décembre.

3 Jahre Befreiung von Nekane

Liebe Compañerxs Am 15. September 2020 ist meine Befreiung – und damit auch der Erfolg unserer Kampagne Free Nekane – drei Jahre her. Während dieser Zeit ging unser Kampf ausserhalb der Mauern weiter, da die politische und patriarchale Verfolgung immer wieder droht.  Mit Demos, Kundgebungen, Flyern, Aktionen und Veranstaltungen haben wir jede repressiven Ankündigung des spanischen Staates entschlossen beantwortet. Unter dem Motto «Nekane – eine von uns!» sind wir zusammen nach Bern gegangen. Am feministischen Streik waren wir zusammen auf der Bühne. Gemeinsam nahmen wir uns die Strassen von Zürich. Die Solidarität ist im Alltag spürbar! Ich würde mich freuen, mit euch am Dienstag 15. September 2020 um 18 Uhr im LoRa-Kasama-Innenhof (Militärstrasse 87a) anzustossen. Mit Fotos werden wir uns zusammen an drei kämpferische Jahre erinnern. Am Sonntag 13. September um 18 Uhr hört ihr im offenen Politkanal auf Radio LoRa ein aktuelles Interview mit mir. Lasst uns feiern, lasst uns kämpferisch bleiben! Ich freue mich auf euch! Nekane

Interkultureller Frauentreff: Free Nekane and all political prisioners

Samstag, 22. August 2020, ab 11 Uhr Brunch, 12 Uhr Gespräch

Trotz eines neuen Internationalen Haftbefehls kämpft Nekane kollektiv weiter gegen politische und patriarchale Verfolgung. Sie ist Alltagsfeministin in allen Bereichen des privaten und offentlichen Lebens. Nekane erhebt die Stimme gegen die überlebte sexistische Folter und engagiert sich in der Organisierung und Praxis feministischer intersektioneller Bewegungen und Kämpfe. Um die Befreiung von mehrfacher Unterdrückung zu erreichen.

Mit Nekane Txapartegi, Mutter, Radiojournalistin, Aktivistin

11.3.20: Veranstaltung & Konzert im Ziegel oh Lac (Rote Fabrik)

Am 11. März 2020 Infos zur Repression gegen Bask*innen und live Musik aus dem Baskenland!!!!

Ab 21 Uhr in Ziegel Oh Lac (Rote Fabrik).

Nekane bleibt frei: Die politische Verfolgung von Nekane geht weiter. Das spanische Sondergericht «Audiencia Nacional» erliess im November 2019 eine internationale Fahndung und einen Haftbefehl gegen Nekane, sie könnte jeden Tag verhaftet werden.

Nekane und ihr Umfeld befinden sich permanent in dieser Bedrohungssituation

21:00 Uhr: Kurze Infoveranstaltung zur aktuellen Situation und was kann die feministische Bewegung und eine internationale Solidarität dieser Gewalt entgegensetzen?

21:30 Uhr: Musik von der baskischen Band LIHER

Eintritt Kollekte

Barabend für Nekane (Innsbruck)

Dienstag, 28. Januar 2020 von 19:00 bis 23:30

Cafe DeCentral, Hallerstrasse 1, 6020 Innsbruck

Liebe Freundinnen*

Der Barabend an diesem Dienstag ist ein Soli-Barabend. Es gibt was Leckeres zu Essen und tolle Getränke – die Kollekte kommt Nekane, einer politischen Freundin in grossen Schwierigkeiten zugute! Es wäre also toll wenn ihr kommt. Wir haben ein kleines informatives Programm vorbereitet, Nekane kann zwar leider nicht dabei sein – da reisen für sie sehr schwierig ist, aber sie wird per Video von ihrer aktuellen Situation erzählen und ihr könnt ihr Fragen stellen.

Kurz über sie, damit ihr wisst worum es geht:

Nekane Txapartegi war Stadträtin in der baskischen Kleinstadt Asteasu. 2007 ist sie aus Spanien geflohen, weil

  • sie von der spanischen paramilitärischen Polizei Guardia Civil 1999 entführt und fünf Tage in einer Kontaktsperre vollkommen ausgeliefert war, ohne Kontakt zu einer Anwältin, einer Ärztin ihres Vertrauens oder zu ihren Angehörigen.
  • sie von der spanischen Polizei brutal gefoltert und sexuell misshandelt wurde.
  • sie von der spanischen Polizei gezwungen wurde, ein falsches Geständnis zu unterzeichnen.
  • sie von der spanischen Justiz wegen des unter Folter erzwungenen Geständnis in einem Massenprozess 2007 zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Sie hat sich geschworen, nicht in die Hände ihrer Peiniger zurückzukehren.

Nach ihrer Flucht lebte Nekane mit ihrer Tochter in Zürich. Am 6. April 2016 wurde sie in der Schweiz festgenommen, denn das spanische Gericht hatte einen Auslieferungsantrag an die Schweiz gestellt. Nekane rekurrierte mit ihren Anwält_innen gegen die Auslieferung und stellte ein Asylgesuch. Während der ganzen Zeit blieb sie eingesperrt in verschiedenen Gefängnissen in Zürich. Viele Menschen solidarisierten sich mit Nekane und forderten ihre Freilassung. Die Kampagne FREE NEKANE organisierte unzählige Demos und Veranstaltungen, informierte die Öffentlichkeit und wehrte sich dagegen, dass die Schweiz eine Überlebende von sexualisierter Folter an ihre Peiniger ausliefert.

Der Europäische Menschenrechtshof in Strassburg hat Spanien bereits acht Mal verurteilt, weil Foltervorwürfe nicht untersucht und die Verantwortlichen nicht angeklagt werden.

Durch den Druck der Öffentlichkeit kam Nekane im September 2017 frei, denn das Auslieferungsgesucht wurde zurückgezogen!

Nun hat am 12.11.2019 das spanische Sondergericht Audiencia Nacional wieder einen internationalen Haftbefehl gegen Nekane Txapartegi ausgestellt und konfrontiert die Schweiz erneut mit einem Auslieferungsantrag. Der Haftbefehl basiert einzig auf der Begründung, Nekane hätte falsche Papiere gehabt – dies sei ein Beweis für ihre ETA-Mitgliedschaft. Der spanische
Staat setzt damit die politische Verfolgung der baskischen Aktivistin fort, die 1999 im Folterkeller in Madrid begonnen hat.

Nekane darf nicht ausgeliefert werden!!

Wir wollen uns mit Nekane solidarisieren und sie unterstützen! Sie soll nicht an Geldproblemen verzweifeln und wissen, dass überall auf der Welt Menschen für sie da sind, auch hier in Tirol! Gegen sexualisierte Gewalt! Gegen Bullen und Knäste! Freiheit für Nekane und alle anderen!!!!

https://www.freenekane.ch/

Nekane bleibt frei – Infoveranstaltung

Samstag, 30. November 2019, 19 Uhr
Grüner Saal, Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Zürich

Staatliche Gewalt gegen linke Aktivistinnen*
In politischen Konflikten erleben Feministinnen* und linke Aktivistinnen* staatliche patriarchale Gewalt. Was kann ihr die feministische Bewegung entgegensetzen? Mit Nekane Txapartegi, baskische Aktivistin, Überlebende von sexualisierter Folter und aktuell erneut von Auslieferung bedroht!
Ein Angriff auf eine, ist ein Angriff auf alle!

Neuer Haftbefehl – wir wehren uns!

Nekane – eine von uns!

Die politische Verfolgung geht weiter! Der spanische Staat hat einen internationalen Haftbefehl gegen Nekane erlassen! Das lassen wir nicht zu! Keine Verhaftung – Keine Auslieferung an Folterstaaten!

Demo in Zürich: Samstag, 16.11.19 15 Uhr, Piazza Cella: Facebook Event Zürich

Demo in Bern: Montag, 16.11.19 12 Uhr vor dem Bundesamt für Justiz, Bundesrain 20 in Bern: Facebook Event Bern

Nekane bleibt frei! Keine Kollaboration mit Folterstaat Spanien!

Facebook: Freiheit für Nekane
Telegram: t.me/freenekane

Hinweise auf zwei Veranstaltungen

Nummer 1: 16 Tage gegen Gewalt an Frauen*:

30.11.2019: Staatlliche Gewalt gegen linke Aktivistinnen* – Nekane bleibt frei!
In politischen Konflikten erleben Feministinnen und linke Aktivistinnen* staatliche patriarchale Gewalt. Was kann die feministische Bewegung dieser Gewalt entgegensetzen? Mit Nekane Txapartegi, Überlebende von sexualisierter Folter im spanischen Staat.

19:00 – 21:00 Volkshaus «Grüner Saal» Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

http://www.16tage.ch/de/16-tage/veranstaltungen-8.html#date20191130
(8. Veranstaltung an diesem Tag in der Liste)


Nummer 2: Sebben che siamo donne:

Sa, 20. Juli: Solidaritäts-Konzert und -Veranstaltung

Entführt. Gefoltert. Vergewaltigt. Und immer noch politisch verfolgt.

mit Regula Flury und Miren Aranguren
+ OCCHI DI FARFALLA (minimal feminist rock aus dem Baskenland)

Der Spanische Staat hat systematisch die baskischen Aktivistinnen gefoltert.

Regula Flury (Psychologin) spricht über die Ziele der Folter als staatliche Form der Repression und Miren Aranguren (Bilgune Feminista) über feministischen Mittel, die Folter zu überwinden.

Nekane Txapartegi erzählt von den Folgen der sexualisierten Folter und dem kontinuierlichen Kampf gegen Folterstaat und Patriarchat!

16-18 Uhr Vortrag, anschliessend Essen
20 Uhr Konzert
Parkplatz, Wasserwerkstrasse 101, Zürich

NEKANE BLEIBT FREI!