Archiv der Kategorie: Soliaktionen
Nekane wurde nach Zürich verlegt!
Seit Dienstag, 8. November sitzt Nekane wieder in Zürich im Knast! Schickt eure Briefe und Postkarten ab sofort an:
Nekane Txapartegi
Gefängnis Zürich
Rotwandstrasse 21,
Postfach
8036 Zürich
Absender nicht vergessen, sonst kommt euer Brief nicht an!
Schreibt Nekane oder grüsst sie per Radio! Mehr dazu unter: www.freenekane.ch/solidaritaet/kontakt-mit-nekane
Öffentliche Info-Verantstaltung zu Nekane in Zürich am Mi. 30.11.16
19:30 Uhr, im Volkshaus, Grüner Saal, beim Helvetiaplatz
Es wird zur Situation von Nekane und zum Kontext Gewalt und sexuelle Folter gesprochen.
Weitere Infos folgen…
Zürich, Bern und Basel: Demo am “Tag X” FREE NEKANE
In den nächsten Wochen wird ein erstinstanzlicher Entscheid bezüglich Nekanes Auslieferung erwartet. Falls Nekane freikommt, organisieren wir natürlich ein grosses Fest. Falls der Schweizer Staat sie ausliefern will, gehen wir gemeinsam auf die Strasse gegen Folter, sexuelle Gewalt und für die sofortige Freilassung von Nekane!
Achtet auf Ankündigungen und informiert euch in den sozialen Medien!
Bern: facebook.com/events/1146482682113678
Redebeitrag von solidarischen Feministinnen an der Demo vom 24.9.2016
Liebe Nekane
Frauen die Kämpfen sind Frauen die Leben
Dieser Titel aus den 80iger Jahren ist heute so aktuell wie damals. Weltweit nehmen die Angriffe auf Frauen zu, aber auch die kollektiven Kämpfe der Frauen gegen Patriarchat und Kapital. In Indien als Pink Sari Revolution, auf den Philippinen formiert als Makibaka und in Kurdistan als Kongra Gel und YPJ verteidigen Frauen mit der Waffe in der Hand ihr Leben, ihre Würde und ihre Ideale für eine andere Gesellschaft.
Aufruf von Nekane für die Demo vom 24.9.16
Liebe FreundInnen und GenossInnen
Seit mehr als 5 Monaten habt ihr die Isolation und Dispersion, die ich im Gefängnis erlebe durchbrochen. Mit euren Briefen, Grüssen, den Kontaktaufnahmen per Radio, den Besuchen und Mobilisierungen habt ihr die schönsten Beispiele der internationalen Solidarität gezeigt. Jede eurer Aktionen gibt mir Mut und Kraft weiter zu kämpfen. Ich bedanke mich herzlich bei euch. An der Demo vom nächsten Samstag, 24. September werde ich nicht physisch teilnehmen können, aber ich werde dennoch Teil der Mobilisierung sein. Lassen wir von uns hören und die Auslieferung an den spanischen Folterstaat verhindern!
Wir sehen uns! Bis bald!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Brief von Nekane
Diesen Brief richtet Nekane an alle solidarischen Menschen. Auf ihren Wunsch veröffentlichen wir ihn leicht redigiert:
“Liebe Leute
Ich wollte euch schon lange Schreiben, aber ich war damit beschäftigt, mich gegen die alltägliche Schikane zu wehren. Von Anfang an hat die Direktorin versucht, die Besuche als ein Geschenk an mich darzustellen. Sie wollte mir unser Recht, uns zu umarmen als einen Gefallen präsentieren. Aber ich habe ihr schön erklärt, dass sie mir nichts schenkt, sondern dass das mein Recht ist. Das ist ein verbotenes Wort hier: Rechte. Sie kennen hier nur Strafen, Verbote und Drohungen. Ich darf nicht im Hausdienst arbeiten, da ich zu viel “Propaganda ¨für unsere Rechte mache”. Als ich nach einer schriftlichen Begründung fragte, waren es dann aber andere Gründe: Ich bekomme zu viel Besuch und es passt nicht. Unter der Woche kann ich an ausbeuterischen Beschäftigungen teilnehmen. Entgegen meinen Prinzipien und nur um soziale Kontakte zu garantieren, mache ich Scheiss-Jobs für etwa 5.- Franken am Tag. Meistens bekommen wir Handschuhe aus Malaysia, die wir auspacken müssen. Dann kleben wir eine Etikette drauf und packen sie wieder in Schachteln. Später werden sie dann als “Made in Switzerland” verkauft. A la suisse – das Kapital kennt weder Ethik noch Moral… Diese Woche bereiten wir Werbung für eine Eröffnung von “Chickeria” vor. Es ist zum Kotzen, wie viel Geld es gibt für so etwas, während Flüchtlinge vor Chiasso im Park wohnen. So motiviert gehe ich arbeiten, aber leider ist das die einzige Möglichkeit, um nicht total isoliert zu sein.
Die Wochenenden sind sehr belastend, da wir 23 Stunden pro Tag in der Zelle eingesperrt sind. Die WärterInnen teilen uns das Essen durch die Türklappe aus und sie sind die inzigen “Personen”, die ich in dieser Zeit sehe. Ich bin gezwungen, mit meinen EntführerInnen Kontakt zu pflegen, aber ich rede und frage nur das nötigste – die sind nicht meine FreundInnen!
Zum Juristischen: Die Anhörungen bezüglich des Asylgesuchs sind fertig und die letzte Klagen und Informationen gegen die Auslieferung wurden präsentiert. Die Asyl-Befragungen waren anstrengend, da ich Menschen, die viele Vorwürfe gegen mich erhoben von meinen Folter-Erfahrungen erzählen. Manchmal fühlte ich mich erneut gefoltert, weil sie mir nicht glaubten und ich das Gefühl hatte, dass die befragende Person die Absicht hatte, mir Lüge zu unterstellen. So ist die Schweizer Neutralität…
Ich hoffe, dass bald ein Entscheid gefällt wird, weil das Warten mir Kraft raubt.
Ich habe auch einen Brief an Marco geschrieben. Ich habe vor Längerem sein Buch gelesen und ich freue mich, dass er endlich raus kommt. Vielleicht treffen wir uns bald!
Ich höre sehr gern Lora, eure Grüsse und die Musik bringen mir die Solidarität in meine Zelle 😉
Mit herzlichen Grüssen, Nekane”
Solispray an der Bahnlinie in Richterswil
20.8.16 Solitranspi an der Oaxaca-Kundgebung in Zürich
Am 20. August 2016 hat in Zürich eine Kundgebung in Solidarität mit den Aufständen in Oaxaca und für die Freiheit aller politischer Gefangenen stattgefunden. Auch auf Nekanes Situation wurde aufmerksam gemacht und es wurde ein Transparent mit der Forderung nach ihrer Freilassung aufgehängt.
Solidaritätsgrüsse an Nekane aus Thun
“Mit diesem kleinen Beitrag und Foto wollen wir uns als Gruppe von Menschen aus Thun mit Nekane solidarisieren, ihr kämpferische Grüsse zustellen und zeigen, dass wir auch draussen an sie denken!
Grüsse gehen raus an Nekane, an die Basel 8 und alle politischen Gefangenen! Unsere Solidarität ist unsere Waffe! Wir hoffen, dass Nekane unsere Grüsse auf irgendeine Weise erhält und diese Grüsse bei ihr ankommen! Viel Kraft schicken wir dir aus Thun!”







