tsüri.ch: Auf der Flucht vor Spaniens Folterkellern – Spanische Aktivistin in Zürcher Gefängnis

Auf der Flucht vor Spaniens Folterkellern – Spanische Aktivistin in Zürcher Gefängnis (Alex Kamber)

87128034Die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi war Insassin der berüchtigten «Incomunicado-Haft» (Haft mit absoluter Kontaktsperre) in Madrid. Danach befand sie sich neun Jahre lang auf der Flucht vor dem spanischen Gesetz. Seit fünfeinhalb Monaten sitzt sie nun in Zürich im Knast. Nekanes Fall ist ein Dorn im Auge Spaniens, das von der Schweiz die Auslieferung fordert: Die Baskin enthüllt Unvorstellbares aus den verborgenen Kellern der spanischen Justiz.

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Tages-Anzeiger: Eine baskische Aktivistin bringt die Schweiz in ein Dilemma

Liefert die Schweiz Nekane Txapartegi an Spanien aus, hat sie ein politisches Problem. Wenn sie es nicht tut, auch. Nun spricht die Baskin erstmals seit ihrer Verhaftung. (Alan Cassidy)

Befreit Nekane: Ende September gingen für die Aktivistin rund 200 Personen in Bern auf die Strasse. Foto: Franziska Rothenbuehler

Befreit Nekane: Ende September gingen für die Aktivistin rund 200 Personen in Bern auf die Strasse. Foto: Franziska Rothenbuehler

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Echo der Zeit: Schweizer Behörden vor schwierigem Entscheid (Audio)

Der Fall lässt aufhorchen: Eine Baskin, eine EU-Bürgerin also, sitzt in Zürich in Haft. Spanien fordert ihre Auslieferung, da die Frau die separatistische Untergrundorganisation ETA unterstützt habe.
Die Verhaftete wehrt sich, die Verurteilung beruhe auf einem Geständnis, das unter Folter erpresst worden sei.

http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=db44fbb9-5fd3-44be-a36e-ae96c6a8b508

Der Bund / Berner Zeitung: Demo in Bern gegen drohende Auslieferung baskischer Aktivistin

In Bern haben am Samstag mehrere hundert Personen gegen eine drohende Auslieferung der Baskin Nekane Txapartegi demonstriert.

http://www.derbund.ch/bern/stadt/demo-in-bern-gegen-drohende-auslieferung-baskischer-aktivistin/story/30442873

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/protest-gegen-drohende-auslieferung-baskischer-aktivistin/story/23075264

Rund 200 Personen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz versammelt, um gegen die Auslieferung der baskischen Aktivistin Nekane Txapartegi zu demonstrieren. Txapartegin war in Spanien wegen Unterstützung der ETA verurteilt worden. Laut ihren Angaben kam das Geständnis unter Folter zustande.

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Rede von Nekane für die Demo vom 24.9.2016

Zuerst will ich alle, die sich heute draussen versammelt haben und alle, die drinnen im Gefängnis sitzen herzlich grüssen. Heute ist Bern ein Spiegel der internationalen Solidarität und Unterstützung. Ihr verkörpert den Kampf gegen die Folter und ihr seid die Stimme gegen die Auslieferung. Seit über fünf Monaten unterstützt ihr mich mit Briefen, mit Radio Sendungen, mit Grüssen und Besuchen, mit Feuerwerken und mit Demonstrationen. Damit macht ihr mir Mut und gebt mir Kraft nicht aufzugeben – trotz der vernichtenden Haftbedingungen und trotz den politischen, sozialen und kulturellen Erniedrigungen, die ich hier im Knast täglich erlebe. Ihr zeigt mir, dass ich nicht alleine bin. Und dass dieser Kampf ein kollektiver Kampf ist und dass unsere Solidarität unsere Waffe ist.

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Redebeitrag von solidarischen Feministinnen an der Demo vom 24.9.2016

Liebe  Nekane

Frauen die Kämpfen sind Frauen die Leben

Dieser Titel aus den 80iger Jahren ist heute so aktuell wie damals. Weltweit nehmen die Angriffe auf Frauen zu, aber auch die kollektiven Kämpfe der Frauen gegen Patriarchat und Kapital. In Indien als Pink Sari Revolution, auf den Philippinen formiert als Makibaka und  in Kurdistan als Kongra Gel und YPJ verteidigen Frauen mit der Waffe in der Hand ihr Leben, ihre Würde und ihre Ideale für eine andere Gesellschaft.

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P.S.: Rechtsstaat mit Fragezeichen

Nekane Txapartegi sitzt in Auslieferungshaft in Dielsdorf. Der spanische Staat verurteilte sie wegen Unterstützung der baskischen Terrororganisation ETA. Doch es gibt Berichte über Folter in spanischen Untersuchungsgefängnissen – nun musste sich auch der Bundesrat dazu äussern.

von Tim Rüdiger

Die Frage lässt aufhorchen. Letzte Woche wollte Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne) vom Bundesrat wissen, ob er über Foltervorwürfe gegen den spanischen Staat sowie mehreren Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Kenntnis sei. Er fragte auch, ob die Schweiz in der Rechtshilfe davon ausgehe, dass Spanien die Antifolterkonvention immer eingehalten habe.

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Aufruf von Nekane für die Demo vom 24.9.16

Liebe FreundInnen und GenossInnen

Seit mehr als 5 Monaten habt ihr die Isolation und Dispersion, die ich im Gefängnis erlebe durchbrochen. Mit euren Briefen, Grüssen, den Kontaktaufnahmen per Radio, den Besuchen und Mobilisierungen habt ihr die schönsten Beispiele der internationalen Solidarität gezeigt. Jede eurer Aktionen gibt mir Mut und Kraft weiter zu kämpfen. Ich bedanke mich herzlich bei euch. An der Demo vom nächsten Samstag, 24. September werde ich nicht physisch teilnehmen können, aber ich werde dennoch Teil der Mobilisierung sein. Lassen wir von uns hören und die Auslieferung an den spanischen Folterstaat verhindern!

Wir sehen uns! Bis bald!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

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Expertos europeos certifican el relato de torturas de Txapartegi

Dos expertos europeos se suman a la larga lista de personalidades que constatan que la práctica de la tortura ha sido algo habitual en el Estado español. En concreto se trata de Jean-Pierre Restellini, médico forense que formó parte del Consejo de Europa, y de Gerald Staberock, secretario general de la Organización Mundial contra la Tortura.

http://www.naiz.eus/eu/hemeroteca/gara/editions/2016-09-21/hemeroteca_articles/expertos-europeos-certifican-el-relato-de-torturas-de-txapartegi

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