The story of a left wing activist
Freiheit für Nekane!
Wer sie ist und warum sie seit April im Gefängnis sitzt erfährst du in diesem Video.
Freiheit für Nekane!
Wer sie ist und warum sie seit April im Gefängnis sitzt erfährst du in diesem Video.
Seit April sitzt die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi in Auslieferungshaft. In Spanien drohen ihr fast sieben Jahre Haft. Die WOZ hat sie im Frauengefängnis in Dielsdorf besucht.

Im Kostüm baskischer Karnevalsvorboten: Solidaritätsdemonstration für Nekane Txapartegi am 24. September in Bern.
FOTO: FRANZISKA ROTHENBÜHLER
Hinter der Trennscheibe sitzt eine zierliche Frau mit braunen, schulterlangen Haaren. Die Trennscheibe geht bis zur Decke hoch, teilt den ohnehin schmalen, kargen Raum in zwei Hälften. Die Frau auf der anderen Seite ist Nekane Txapartegi. Jahrelang war die 43-jährige Aktivistin auf der Flucht vor dem spanischen Staat, bis sie im April in Zürich verhaftet wurde. Hier im Frauengefängnis Dielsdorf haben wir exakt sechzig Minuten Zeit. Weiterlesen
Auf der Flucht vor Spaniens Folterkellern – Spanische Aktivistin in Zürcher Gefängnis (Alex Kamber)
Die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi war Insassin der berüchtigten «Incomunicado-Haft» (Haft mit absoluter Kontaktsperre) in Madrid. Danach befand sie sich neun Jahre lang auf der Flucht vor dem spanischen Gesetz. Seit fünfeinhalb Monaten sitzt sie nun in Zürich im Knast. Nekanes Fall ist ein Dorn im Auge Spaniens, das von der Schweiz die Auslieferung fordert: Die Baskin enthüllt Unvorstellbares aus den verborgenen Kellern der spanischen Justiz.
Liefert die Schweiz Nekane Txapartegi an Spanien aus, hat sie ein politisches Problem. Wenn sie es nicht tut, auch. Nun spricht die Baskin erstmals seit ihrer Verhaftung. (Alan Cassidy)
Der Fall lässt aufhorchen: Eine Baskin, eine EU-Bürgerin also, sitzt in Zürich in Haft. Spanien fordert ihre Auslieferung, da die Frau die separatistische Untergrundorganisation ETA unterstützt habe.
Die Verhaftete wehrt sich, die Verurteilung beruhe auf einem Geständnis, das unter Folter erpresst worden sei.
http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=db44fbb9-5fd3-44be-a36e-ae96c6a8b508
In Bern haben am Samstag mehrere hundert Personen gegen eine drohende Auslieferung der Baskin Nekane Txapartegi demonstriert.
Rund 200 Personen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz versammelt, um gegen die Auslieferung der baskischen Aktivistin Nekane Txapartegi zu demonstrieren. Txapartegin war in Spanien wegen Unterstützung der ETA verurteilt worden. Laut ihren Angaben kam das Geständnis unter Folter zustande.
Nekane Txapartegi sitzt in Auslieferungshaft in Dielsdorf. Der spanische Staat verurteilte sie wegen Unterstützung der baskischen Terrororganisation ETA. Doch es gibt Berichte über Folter in spanischen Untersuchungsgefängnissen – nun musste sich auch der Bundesrat dazu äussern.
von Tim Rüdiger
Die Frage lässt aufhorchen. Letzte Woche wollte Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne) vom Bundesrat wissen, ob er über Foltervorwürfe gegen den spanischen Staat sowie mehreren Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Kenntnis sei. Er fragte auch, ob die Schweiz in der Rechtshilfe davon ausgehe, dass Spanien die Antifolterkonvention immer eingehalten habe.
Dos expertos europeos se suman a la larga lista de personalidades que constatan que la práctica de la tortura ha sido algo habitual en el Estado español. En concreto se trata de Jean-Pierre Restellini, médico forense que formó parte del Consejo de Europa, y de Gerald Staberock, secretario general de la Organización Mundial contra la Tortura.
Nach der Verhaftung von Nekane Txapartegi: Ein neuer Bericht dokumentiert rund 4000 Fälle von Folter in spanischen Gefängnissen. Denoch droht Nekane die Abschiebung. (Vorwärts, pid, 26. August 2016)